Nach dem Derbysieg gegen den HC Elbflorenz galt es, die gewonnene Euphorie ins nächste Spiel zu transportieren. Drei Wochen Spielpause machten das zu keinem leichten Unterfangen, als wir am Samstag die zweite Mannschaft der SG Pirna/Heidenau empfingen. Nach drei Wochen Vorbereitung waren wir heiß darauf, den Tabellenersten zu ärgern. Diese Motivation konnten wir jedoch bereits in der Erwärmung nur zu 80 % auf die Platte bringen.
Wir starten das Spiel mit eigenem Anwurf, konnten aber den ersten Angriff nicht erfolgreich abschließen. Im Gegenzug hat Pirna seinen ersten Angriff genutzt und ging in Führung. Infolge einiger technischer Fehler und Fehlwürfen liegen wir nach knapp 8 Minuten mit 4 Toren hinten (1:5). In der darauffolgenden Auszeit besinnen wir uns wieder auf unseren Spielplan und können uns in den nächsten 6 Minuten wieder auf ein Tor herankämpfen. In der 18. Minute erzielen wir den Ausgleich zum 10:10. Dies zwingt Pirna zu ihrer ersten Auszeit, nach der sie wieder in Führung gehen und diese bis zur Halbzeit nicht mehr abgeben, wodurch wir mit einem 2 Tore Rückstand (14:16) in die Halbzeitpause gehen.
In der Kabine haben wir die Defizite der ersten Halbzeit besprochen und uns vorgenommen, diese im zweiten Durchgang abzustellen. Gleichzeitig wollten wir an die Dinge anknüpfen, die bereits gut funktioniert haben, um den Rückstand schnellstmöglich zu egalisieren. Auf der Platte ließ sich dieser Plan jedoch nicht umsetzen. Die zweite Halbzeit startete für uns stattdessen ähnlich fahrig wie die erste: Nach knapp 37 gespielten Minuten lagen wir beim Stand von 17:24 mit sieben Toren im Hintertreffen. Danach steigert sich zwar unsere Abwehrleistung und wir erkämpfen uns Ballgewinne, jedoch lassen wir diese zu oft ungenutzt. Meistens schließen wir im Angriff zu überhastet ab, anstatt den Ball bis zur klaren Torchance weiterzuspielen. Nach unserer letzten Auszeit in der 55. Minute richten wir unsere Abwehr offensiver aus, um noch mehr Ballgewinne zu forcieren und einfachere Tore zu erzielen. Dies gelingt leider nicht, weshalb wir uns mit 28:34 geschlagen geben müssen.
Fazit: Wir konnten im Spiel nur selten mehr als 80 % unserer Leistung abrufen und hielten uns zu selten an den vorbereiteten Spielplan. Damit gewinnt man wahrscheinlich kein Spiel gegen einen konstanten, gut spielenden Gegner.
Bereits im Kabinengespräch nach dem Spiel ist allen klar, was wir im nächsten Spiel zwingend besser machen müssen, da dieses alles andere als einfach wird. Am kommenden Samstag sind wir zu Gast beim SV Niederau, einem weiteren Team, welches sehr weit oben in der Tabelle steht. Anpfiff ist um 17 Uhr in der Sporthalle des BSZ Meißen.
HSV Dresden II: Lukas Bretzger, Martin Kiefer; Leonard Schkade, Lukas Garte (8), Louis Atlas--Kondyra, Jouni Biedermann, Tom Girschik (3), Tilman Ziesler, Moritz Ahnert, Cedrick Punte (5), Paul Kanzler, Nico Padberg (3), Tobias Haufe, Enrico Schroeter (5), Niklas Bäumer (4)
Spielplan Verbandsliga Alle Spielberichte