Was war das wieder für ein Krimi in der Gamighölle!
Mit einem Tor zum Ausgleich in der letzten Sekunde!
Wahnsinn!!!
Es war die Partie zweier Tabellennachbarn im unteren Drittel der Oberliga-Tabelle. Fachleute bezeichnen das gern als „Vier-Punkte-Spiel“, weil Siege gegen direkte Konkurrenten „doppelt“ zählen. So gesehen, hätten beide Teams jeweils zwei Punkte verdient gehabt. Bekommen haben sie aber jeder nur einen – wie beim Handball bei einem Unentschieden eben so üblich ist. Dabei sahen die Cunewalder lange wie die sicheren Sieger aus. Aber den HSV in seinem „Wohnzimmer“ darfst du eben nie abschreiben – bis zur letzten Sekunde nicht.
Die Partie begann höchst unerfreulich – sogar sehr schmerzlich für den Cunewalder Rückraum-Recken Stepan Brabec. Der rutsche nämlich weg und zog sich eine schwere Knieverletzung zu. An dieser Stelle alles Gute, mit der Hoffnung, dass sich nach dem MRT die schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigen mögen!!!
Trotz dieses Rückschlags diktierten die Gäste das Geschehen auf der Platte und führten im ersten Durchgang teilweise mit 4 Toren. Vor allem der erfahrene Alex Anys im Tor der Oberlausitzer zog den Dresdner Angreifern immer wieder mit coolen Paraden den Nerv. Die gaben aber nie auf, stellten in der zweiten Halbzeit auf eine offensive 3:3-Deckung um. Und damit kamen die Cunewalder nicht mehr ganz so gut zurecht. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende lagen die Gastgeber scheinbar aussichtslos mit 3 Toren hinten. Aber Aufgeben ist keine Option für die HSV-Männer. Bis auf ein Tor kamen sie heran und erkämpften sich eine halbe Minute vor dem Ende den Ball. Auszeit. Noch 16 Sekunden zu spielen. Ein Plan wurde geschmiedet. Nicht – wie wahrscheinlich viele dachten – Alex sollte werfen, sondern der Linksaussen geholt werden. Und tatsächlich bekam der Flitzer in der letzten Sekunde seine Lücke – und sein vielumjubeltes Tor zum Ausgleich.
Wenigstens ein Punkt im harten Kampf um den Klassenerhalt.
Weil die Jungs niemals aufgegeben haben!
Toll gemacht!
Jens Albrecht
HSV Dresden: Michael Lellwitz, Oliver Ufer; Erik Haschke (3), Emil Weiß, Moritz Küttner (2), Alexander Dressler (3/1), Victor Ciobanu (6), Tilmann Günther, Lukas Kannegießer (1), Marvin Vollmer, Lukas Garte, Fiete Wald, Markus Salm (6), Ben Donath, Lukas Kopp
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