Unsere A-Jugend hat beim Auswärtsspiel gegen den HSV Weinböhla zwei enorm wichtige Punkte eingefahren. In einem insgesamt sehr zähen, nervösen und fehlerbehafteten Spiel setzten wir uns denkbar knapp mit 21:20 durch und nahmen die Auswärtspunkte mit nach Dresden. Handballerisch war das über weite Strecken jedoch schwere Kost – für beide Teams.
Dabei begann die Partie eigentlich ordentlich aus unserer Sicht. In den ersten zehn Minuten agierten wir noch konzentriert, nutzten unsere Chancen und erspielten uns über Flinn Punte, Paul Kanzler und Noah Mauksch eine frühe Führung. Beim 4:10 (16. Minute) sah es kurzzeitig danach aus, als könnten wir dem Spiel eine klare Richtung geben. Doch dieser Eindruck täuschte.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verloren beide Mannschaften zunehmend den Rhythmus. Fehlwürfe, technische Fehler und überhastete Abschlüsse bestimmten das Geschehen. Weinböhla kämpfte sich langsam heran, während wir es verpassten, unsere Führung konsequent auszubauen. Trotz Überzahlsituationen und eines vergebenen Siebenmeters blieb unser Angriffsspiel fahrig, sodass wir „nur“ mit einer 12:11-Führung in die Pause gingen – gemessen am Spielverlauf ein unnötig knappes Ergebnis.
Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel nicht besser, sondern noch nervöser. Beide Teams taten sich extrem schwer, klare Torchancen herauszuspielen. Die Abwehrreihen dominierten, allerdings auch begünstigt durch viele einfache Fehler im Aufbau und eine schwache Abschlussquote auf beiden Seiten. Mehrfach wechselte die Führung, ohne dass sich eine Mannschaft wirklich absetzen konnte. Weinböhla nutzte unsere Unkonzentriertheiten, wir hielten dagegen, fanden aber nie richtig zu unserem Spiel.
In der Schlussphase spitzte sich das Duell zu. Nach dem 19:19 gut zweieinhalb Minuten vor dem Ende lag die gesamte Anspannung offen auf dem Feld. Gustav Heisch brachte uns mit seinem Treffer zum 19:20 erneut in Führung. In den letzten Minuten verteidigten wir diesen knappen Vorsprung mit viel Einsatz, etwas Glück und der nötigen Portion Nervenstärke, auch wenn spielerisch weiterhin wenig zusammenlief.
Fazit:
Kein schönes Handballspiel, viele Fehler, viel Nervosität – aber am Ende zählen die zwei Punkte. Nach einer ordentlichen Anfangsphase blieb über 60 Minuten vieles Stückwerk, doch die Mannschaft kämpfte sich durch und belohnte sich mit einem knappen Auswärtssieg. Ein Erfolg, der weniger durch spielerische Qualität als durch Willen und Durchhaltevermögen zustande kam – und genau deshalb nicht selbstverständlich ist.