Guter Start, wacklige Phase, starkes Ende – so lässt sich der Rückrundenauftakt unserer A-Jugend gegen den Radebeuler HV treffend zusammenfassen. Nach dem bitteren Punktverlust im Hinspiel, als eine hektische Schlussphase den sicher geglaubten Sieg kostete, sollte das Rückspiel in der Gamigstraße eigentlich klarer verlaufen. Am Ende stand zwar ein verdienter 33:30-Heimsieg, der Spielverlauf wies jedoch erstaunliche Parallelen zum ersten Duell auf.
Von Beginn an zeigte unsere Mannschaft, dass sie aus dem Hinspiel gelernt hatte. Mit hohem Tempo, guter Breite im Angriff und einer stabilen Abwehr wurde Radebeul früh unter Druck gesetzt. Maximilian Räntzsch war in der Anfangsphase kaum zu halten und führte sein Team mit mehreren Treffern zu einer schnellen 5:1-Führung. Auch die Überzahlsituationen nach frühen Zeitstrafen gegen die Gäste wurden konsequent genutzt. Über sichere Abschlüsse und eine insgesamt sehr konzentrierte erste Halbzeit wuchs der Vorsprung kontinuierlich an. Spätestens beim 13:6 war klar, wer das Spiel kontrollierte. Trotz kleinerer Phasen, in denen Radebeul verkürzen konnte, blieb unsere A-Jugend spielbestimmend und ging mit einer komfortablen 17:12-Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunehmend. Im Angriff schlichen sich unvorbereitete Abschlüsse und einfache Ballverluste ein, defensiv fehlte phasenweise der letzte Zugriff. Radebeul nutzte diese Nachlässigkeiten konsequent, kam Tor um Tor heran und stellte unsere Mannschaft vor ähnliche Herausforderungen wie im Hinspiel. Besonders über schnelle Gegenstöße und Einzelaktionen hielten die Gäste den Druck hoch und verkürzten den Rückstand bis auf drei Tore.
In der Crunchtime zeigte sich dann jedoch der entscheidende Unterschied zum ersten Duell. Trotz erneuter Aufholjagd der Gäste behielt unsere Mannschaft die Ruhe. Wichtige Treffer von Räntzsch, Kanzler und Mai sorgten dafür, dass Radebeul nicht mehr entscheidend herankam. Auch nach dem 31:30 kurz vor Schluss blieb das Team stabil, spielte die letzten Angriffe konzentriert aus und machte mit zwei späten Treffern den Deckel endgültig drauf.
Fazit:
Ein Spiel mit Licht und Schatten. Eine sehr gute erste Halbzeit, eine zu fehleranfällige Phase nach der Pause und ein Gegner, der sich nie aufgab. Entscheidend war diesmal jedoch der kühle Kopf in den entscheidenden Minuten. Der Sieg ist verdient und ein wichtiger Start in die Rückrunde – gleichzeitig aber auch ein klarer Hinweis darauf, dass Konstanz über 60 Minuten der nächste Entwicklungsschritt sein muss.