Wenn der Tabellenführer zum Kellerkind kommt, sind die Fronten eigentlich schon vor der Partie geklärt. Im Hinspiel hatten unsere Jungs auswärts deutlich verloren – was sollte da schon gehen?
Doch es wurde eine Partie auf Augenhöhe. Die Gamighölle machte ihrem Namen mal wieder alle Ehre. Bis 8 Minuten vor dem Ende war das Spiel völlig offen (20:21). Der HSV Dresden zeigte keinerlei Respekt vor dem designierten Aufsteiger und ließ sich auch durch ein schnelles 0:3 nicht aus der Ruhe bringen. Wunderbar geführt von Regisseur Alex und angetrieben von unfassbar vielen Paraden von Olli im Tor. Der hatte an diesem Abend „Sprinttraining“ - denn die Gastgeber agierten oft mit dem taktischen Mittel „7. Feldspieler“ - was Olli ordentlich in Bewegung brachte. Und er die gegnerische Angriffsreihe teilweise zum Verzweifeln. Allein drei angesetzte Heber von Außen pflückte er runter. So hielt er sein Team immer wieder im Spiel. Und die HSV-Jungs kämpften bis zum Umfallen. Aber in der Crunchtime waren die Tanks der Gastgeber im roten Bereich und der Liga-Krösus spielte seine Erfahrung und Abgeklärtheit aus.
Ja, es gab leider wieder keine Punkte – aber jede Menge Applaus – nicht nur von den eigenen Fans. Ein tolles Spiel ohne Belohnung. Aber mit diesem Einsatz, mit diesem Willen, mit dieser Geschwindigkeit und mit diesem Olli sollte in Hoyerswerda etwas Zählbares möglich sein...
Danke für ein geiles Spiel !!!
Jens Albrecht
HSV Dresden: Oliver Ufer, Martin Kiefer; Erik Haschke (2), Emil Weiß, Moritz Küttner, Alexander Dressler (6/3), Victor Ciobanu (6), Tilmann Günther (1), Lukas Kannegießer (1), Markus Salm (1), Tobias Salm (2), Fiete Wald. Ben Donath (2), Lukas Kopp
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