Nach der ersten Saisonniederlage eine Woche zuvor sollte das Spiel gegen Radeberg eigentlich eine Art Neuanfang oder ein Wieder-in-die-Spur-kommen werden. Aber das dafür nötige Feuer war bei unseren Jungs nur selten zu spüren. Beim Gegner dafür in vielen Situationen umso mehr. Schnell zogen die Radeberger auf 0:4 davon. Wenig später folgte die Phase, die man schon so oft in dieser Saison von den HSV-Jungs gesehen hat: eine Aufholjagd nach verschlafenem Start. Aus einem 2:6 machten sie ein 7:6. Aber die etwa neun Minuten dieses 5:0-Laufs blieben leider die mit Abstand besten des ganzen Spiels. Vor allem die Offensive schwächelte in vielen Phasen, und auch in der Verteidigung fehlten die letzten Prozentpunkte Einsatz, um den Gegner an zu einfachen Würfen zu hindern. Obwohl Torhüter Luc einige freie Würfe sensationell entschärfte, stand zur Pause ein 12:15 auf der Tafel. Und diese Zahlen logen nicht.
Von einer echten Aufholjagd war dann in Hälfte zwei leider nichts zu sehen. Dafür wurden die eigenen Angriffsaktionen nicht gut genug zu Ende gespielt und stattdessen oft zu früh aus unvorteilhaften Situationen abgeschlossen. Viele unsaubere Pässe sorgten zusätzlich für mehr Ärger und weniger Spielfluss. Und auch in der Abwehrarbeit wirkte der Gegner deutlich bissiger als unsere Jungs. Auf diesem Niveau zweier ähnlich starken Mannschaften gewinnt eben meistens die, die es an diesem Tag mehr will, wie es so schön heißt. Nach fünf Minuten in der zweiten Halbzeit lagen unsere Jungs jedenfalls schon mit sieben Toren hinten, auf weniger als vier kamen sie danach auch nie wieder heran. Mit Ausnahme der kurzen Phase in Halbzeit eins war das ein recht gebrauchter Tag, der mit einer verdienten Niederlage endete.
C1-Jugend: Luc und Ben H. (im Tor), Anton (8), Theodor R. (5), Daniel (3), Simon (3), Leander (2), Luk (2), Adrian (1), Emil (1), Ben S., Franz, Jakob und Moritz