Die Vorzeichen vor dem Heimspiel gegen den LHV Hoyerswerda hätten spannender kaum sein können. Beide Teams hatten sich in der Vorsaison ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitzenplätze geliefert, beide mussten seither große Umbrüche verkraften. Die Frage war also: Wer konnte den Neustart besser meistern?
Hoyerswerda erwischte den deutlich besseren Start. Früh führten die Gäste 1:4 und setzten mit ihrem variablen Rückraum erste Ausrufezeichen. Doch angeführt von Alex Dreßler und Moritz Küttner kämpfte sich unsere Mannschaft zurück ins Spiel. Beim 15:15 in der 26. Minute war die Begegnung wieder völlig offen, und blieb aus auch. Ausgerechnet Rückkehrer Tom Probst war es, der kurz vor der Pausensirene den 18. Treffer, und damit die erstmalige Führung zum 18:17 erzielte. Doch der LHV nutze seinen letzten Angriff clever aus und erzielte noch den Ausgleich, so dass es leitungsgerecht mit einem 18:18 Unentschieden in die Halbzeitpause ging.
Nach Wiederanpfiff blieb es zunächst ausgeglichen. Beide Teams schenkten sich nichts, kleine Fehler wurden sofort bestraft. Doch ab der 47. Minute nahm das Spiel eine entscheidende Wendung: Unsere Männer erhöhten die Schlagzahl, standen kompakter in der Abwehr und nutzten vorne ihre Chancen konsequenter. Mit einem 5:0-Lauf zum 29:25 (50.) setzten sie sich erstmals klarer ab. Hoyerswerda hatte in dieser Phase wenig entgegenzusetzen.
In den letzten zehn Minuten spielte unsere Mannschaft ihre Stärke aus: breites Angriffsspiel, variable Torschützen und ein hellwacher Abwehrblock. Mit viel Erfahrung sorgten Dreßler, Küttner und Probst in der Crunchtime für die wichtigen Treffer und damit für die endgültige Entscheidung. Am Ende stand ein verdienter 35:30-Heimsieg auf der Anzeigetafel.
Fazit:
Nach holprigem Beginn zeigte die Mannschaft Moral und einen starken Zusammenhalt. Der Schlüssel zum Erfolg lag in einer geschlossenen Teamleistung, in der jeder Verantwortung übernahm. Nach der bitteren Niederlage in Limbach war das Spiel gegen Hoyerswerda eine richtig starke Reaktion. Diese gilt es in der kommende Woche gegen den KJS Club erneut auf die Platte zu bringen. Weiter so Männer!