Das letzte August-Wochenende ist der Start in die Punktspielsaison 2025/26. Wie im Vorjahr eröffneten wir die Saison in Radebeul, als Gäste der MiB.
Vor Spielbeginn betonte Radebeul seine Ambitionen auf einen mittelfristigen Weg in die Landesliga, welcher trotz Meisterschaft letztes Jahr nicht begangen wurde. Der Grund dafür war ein Umbruch mit vielen Jungen Spielern, welche erst Erfahrung sammeln sollen.
Von daher erinnert die Mannschaftsstruktur also stark an unser eigenes Team, welches traditionell viel auf die eigene Jugend setzt und diese entwickeln soll. Um das vorwegzunehmen, das haben die Jungs auch sehr gut gemacht.
Ebenfalls bedanken wir uns bei den Gastgebern für die Schweigeminute, in fremder Halle sowie der Anteilnahme am Verlust unseres langjährigen Trainers Thorsten Triebel.
Geplant war die Unterstützung und Einarbeitung vom neuen Chef-Schleifer und Trainer Paul Junghans, dieser muss nun die Aufgaben alleine stemmen und zeigt, dass er die Mannschaft bereits deutlich geformt und gut vorbereitet hat.
Nun aber genug des Vorwortes und auf in die Saison.
Trotz Trauerflor waren wir von Beginn an das bessere Team. Die Deckung erfüllte ihre Aufgabe sehr gut. Wir zwangen die jungen Radebeuler wiederholt in Entscheidungssituationen, welche nicht immer gelöst werden konnten. Bekamen Sie den Ball doch zum Mitspieler, half der Rest und arbeitete immer weiter in Richtung Spielfeldgrenzen und boten dem Hüter damit Gelegenheiten sich auszuzeichnen.
Folgerichtung zog Radebeul nach 10 min bereits die erste Auszeit, diese störte den Spielfluss aber nicht. Im Angriff blieben wir konzentriert und spielten konsequent bis zur klaren Chance. Die Belohnung war eine 21:13 Halbzeit-Führung. Das war dominant und sehenswert.
Nach der Pause fühlte man sich zu sicher und leistete sich immer wieder schwache Phasen. Die MiB kamen immer wieder zu einfachen Durchbrüchen und verkürzten den Abstand auf 2-3 Tore. Im Gegensatz zum letzten Jahr gelang es uns aber immer aus eigener Kraft das Momentum zurück zu holen und uns wieder abzusetzen. Das wiederholte sich drei mal, sodass wir dieses Spiel dennoch verdient gewinnen konnten. Herausragendes Merkmal des Tages war das Kollektiv, alle Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein und strahlten Gefahr aus. So versuchte Radebeul zwar eine Manndeckung zu etablieren, schaffte es aber nicht immer die entstehenden Lücken zu schließen.
Zusammengefast war es ein schön anzusehendes Handballspiel das Lust auf mehr macht. Insbesondere in der 2. Hälfte gilt es jedoch eine Konstanz zu entwickeln, um solche Spiele souveräner zu gestalten.
In den nächsten beiden Wochen geht es mit einem Harten Programm gegen die beiden Absteiger Weinböhla (Heim) und Radeberg (Auswärts) weiter, welche sich am ersten Spieltag in Weinböhla trafen (25:24 Weinböhla). Auch diese Teams setzen auf gut ausgebildete Jugendkräfte und wollen wieder oben mitspielen.
Wir freuen uns schon.