Unsere neu formierte A-Jugend musste sich am Wochenende beim Radebeuler HV beweisen. Wie schon in den vergangenen Wochen wurde auch diesmal wieder deutlich, dass die Jungs bisher kaum Gelegenheit hatten, sich als eigenständiges Team einzuspielen. Fast die gesamte Vorbereitung fand zusammen mit der M2 und M1 oder in kleinen, positionsspezifischen Trainingseinheiten statt. So wird es auch weiterhin laufen – denn die A-Jugend bildet den wichtigen Anschlusskader an unsere Männerteams. Das bedeutet aber auch: Das eigentliche Zusammenspiel muss in den Punktspielen wachsen.
In die Partie starteten wir hervorragend: Schon nach zweieinhalb Minuten stand ein 1:3 auf der Anzeigetafel. Vor allem Paul und Louis setzten früh offensive Akzente. Doch anstatt diese Linie konsequent fortzuführen, verzettelten wir uns in Einzelaktionen und ungeduldigen Abschlüssen. Radebeul nutzte das und kam immer wieder zurück. So entwickelte sich ein Schlagabtausch, in dem sich kein Team absetzen konnte. Erst kurz vor der Pause gelang uns mit einem konzentrierten Zwischenspurt die 17:15-Führung zur Halbzeit.
Auch der Start in Hälfte zwei gehörte uns. Über konsequent ausgespielte Angriffe bauten wir unseren Vorsprung bis zum 23:19 aus – erstmals lag eine Vier-Tore-Führung in der Luft. In dieser Phase waren es Leonard M. und Flinn, die mit schönen Treffern Akzente setzten. Anstatt nun die Ruhe zu bewahren, wurde unser Spiel mit zunehmender Dauer hektischer. Radebeul gab sich nicht geschlagen und kämpfte sich mit großer Entschlossenheit zurück. Wir hingegen ließen drei, vier sehr gut herausgespielte Chancen liegen, während hinten einige unglückliche Bälle noch den Weg ins Tor fanden. In der Crunchtime kippte die Partie immer mehr, und das Momentum lag nun klar beim Gastgeber.
Kurz vor Schluss gingen wir durch Fiete noch einmal mit 28:29 in Führung, doch Radebeul erzielte in der letzten Spielminute den Ausgleich zum 29:29. Am Ende steht damit ein leistungsgerechtes Remis auf der Anzeigetafel – ärgerlich aus unserer Sicht, denn ein Sieg war in Reichweite. Gleichzeitig aber auch verdient für beide Seiten, da Radebeul nie aufgab und wir in entscheidenden Momenten die Nerven nicht ganz im Griff hatten.
Fazit: Unsere A-Jugend hat gezeigt, dass viel Potenzial vorhanden ist. Über längere Phasen des Spiels war klar zu erkennen, was in der Mannschaft steckt. Nun gilt es, die Abstimmung und Ruhe im Spiel zu entwickeln. Die Punkte für die Zukunft liegen klar auf der Hand: mehr Geduld im Angriff, weniger Hektik in Drucksituationen und die Chancen konsequenter nutzen.
A-Jugend: Lukas und Florian (beide Tor), Louis (5), Leonard M. (5), Flinn (4), Paul (4), Fiete (3), Simon (3), Jouni (2), Leonard S. (2), Joel (1), Jonas und Gustav
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