Es war ein ganz besonderes Spiel – der Auftakt in die Oberliga-Saison. Es stand ganz im Zeichen der Trauer um Thorsten Triebel. Vor drei Wochen war er plötzlich und unerwartet gestorben, mit 66 Jahren. Das Herz. Thorsten war der „Mastermind“ des HSV Dresden. Ehemaliger Spieler, seit fast 40 Jahren Trainer. Er hat Generationen Dresdner Handballer geformt. Immer mit Herzblut. Fairness, Vertrauen und Respekt. Fachkompetenz und Handball-Verstand, Nahbarkeit und Humor. Weitsicht und Visionen. All dies verbindet sich für mich mit Thorsten. Wir werden alle unsere Kräfte bündeln müssen, um die riesige Lücke zu schließen. Aber die Wunde wird bleiben, die Trauer um einen Sportkameraden, einen Trainerkollegen, einen Freund. Viele Weggefährten waren zum Spiel gekommen. Die Anteilnahme war groß, die Zahl der vergossenen oder runtergeschluckten Tränen ebenso.
Die HSV-Jungs auf dem Spielfeld haben Thorsten zum Abschied eine große Freude gemacht und ein tolles Spiel hingelegt. Görlitz hatte von Beginn an eigentlich keine Chance. Viel zu schnell, auf den Beinen und im Kopf, waren die hochmotivierten Gastgeber. „Ja, das haben sie ganz gut gemacht“, hätte Thorsten wohl gesagt. Prost mein Lieber – wo auch immer du jetzt dein Glas Rotwein trinkst.
Jens Albrecht
HSV Dresden: Michael Lellwitz, Oliver Ufer; Erik Haschke, Moritz Küttner (1), Alexander Dressler (7/1), Victor Ciobanu (2), Enrico Schröter (1), Tilmann Günther (8), Lukas Kannegießer (6), Marvin Vollmer (3), Lukas Garte (5), Tobias Salm (1), Fiete Wald
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