Kurz vor der Punktspiel-Saison trafen sich sieben C-Jugend-Mannschaften aus mehreren Bundesländern im Vogtland zu einer Standortbestimmung. Mit dabei auch der HSV Dresden und drei seiner Gegner in der kommenden Regionalliga Sachsen. Gegen einen davon, die Spielgemeinschaft aus Aue und Chemnitz, starteten die HSV-Jungs auch ins Turnier – und das sehr überzeugend. Ein souveränes 9:4 stand nach den 15 Minuten Spielzeit auf der Anzeigetafel.
Der zweite Gegner aus dem hessischen Eschwege sollte sich als der schwierigste herausstellen. HSV-Trainer Tom nahm das aber nicht zum Anlass, von seinem Konzept, dass alle 14 Dresdner Jungs nahezu gleich viel Spielzeit erhalten sollten, abzurücken. Hier ging es darum, sich auf gutem Niveau zu beweisen. Und das Niveau dieses Gegners war gut – zu gut für unsere Jungs auf der Platte. Mit einem 9:5 machten sich die Eschweger zum Turnierfavoriten – und wurden dieser Rolle später auch gerecht, indem sie alle ihre Spiele gewannen.
Aus HSV-Sicht folgten drei klare Siege gegen die Gastgeber aus Plauen (ebenfalls Gegner in der kommenden Regionalliga) mit 9:6, eine Jugendspielgemeinschaft aus dem Altenburger Land (14:4) und die Erfurter Wölfe (16:4), die fast ausschließlich mit D-Jugendlichen nach Plauen gekommen waren und in jedem Spiel viel Lehrgeld zahlten. Dadurch ging es im letzten HSV-Spiel des Turniers, das im Jeder-gegen-Jeden-Modus ausgetragen wurde, um Platz 2 und 3.
Ein Unentschieden gegen LVB Leipzig hätte unseren Jungs für Platz 2 gereicht. Beide Mannschaften begannen mit aggressiver Abwehr, starken Paraden beziehungsweise zu wenig Durchschlagskraft in der Offensive. Nach vier von 15 Minuten stand es immer noch 0:0, dann folgte ein HSV-Lauf zum 3:0, doch wer glaubte, das geht so weiter, sah sich leider getäuscht. Während unsere Jungs immer wieder an der gegnerischen Abwehr, dem Torwart oder am Pfosten scheiterten, konnten sie die eigene starke Abwehrarbeit der ersten Minuten nicht bis zum Ende durchziehen. Leipzig zog nach und nach auf 4:6 davon, erst in den Schlusssekunden gelang dem HSV der Anschlusstreffer zum 5:6 – zu spät.
Am Ende des Junior-Cups stand also Platz 3. Mehr wäre drin gewesen, aber Trainer Tom hatte trotzdem mehr Licht als Schatten gesehen, und auch die Jungs freuten sich über den Bronze-Pokal. Mit noch etwas mehr Konsequenz in Angriff und Abwehr kann das eine durchaus freudvolle C-Jugend-Saison werden. Dass LVB Leipzig dort ein Konkurrent auf Augenhöhe sein dürfte, weiß man nun immerhin.
Für die C-Jugend des HSV waren in Plauen im Einsatz: Ben H. und Lennart im Tor, Adrian, Anton, Daniel, Emil, Franz, Jakob, Luk, Moritz, Peer, Simon, Theodor L. und Theodor R.