Mit dem Rückenwind aus zwei erfolgreichen Heimspielen wollten die Mannen um Kapitän Alexander Dreßler auch dem letztjährigen Vizemeister und aktuellen Pokalsieger SG LVB Leipzig Paroli bieten und die Heimserie weiter ausbauen.
Die Trainingswoche gestaltete sich für das Trainergespann Matschos/Hartmann schwierig, da einige Spieler mit Erkältungssymptomen das Bett hüten mussten. Pünktlich zum Anpfiff wollte jedoch jeder dabei sein – und so konnte die Mannschaft nahezu in Bestbesetzung antreten.
Die Anfangsminuten gehörten klar den Gästen aus der Messestadt. Die Leipziger zeigten sofort ihre große Stärke: Jeden Fehler des Gegners bestrafen sie gnadenlos mit schnellen Gegenstößen und der zweiten Welle. So sah sich die Mannschaft um den siebenfachen Torschützen Jonas Schürer nach sieben Minuten bereits mit 2:6 im Hintertreffen.
Dass der Rückstand nicht weiter anwuchs, lag vor allem am deutlich verbesserten Rückzugsverhalten der Dresdner. Dadurch musste sich Leipzig seine Tore im Positionsangriff zunehmend hart erarbeiten. Ab der 20. Minute kämpfte sich die Heimmannschaft Stück für Stück heran und fand immer wieder Lösungen gegen die gute 3:2:1-Deckung der Gäste. Leipzig sah sich daraufhin sogar gezwungen, auf eine für sie eher untypische, defensivere Abwehrvariante umzustellen.
Nach einer temporeichen und intensiven ersten Halbzeit war die Heimmannschaft beim 15:16 wieder in Schlagdistanz.
Bis zur 40. Spielminute hatte die SG LVB weiterhin knapp die Nase vorn. Doch die Dresdner, angeführt vom Anker Markus Salm, kämpften nun um jeden Ball und jeden Zentimeter. Der Lohn folgte wenig später: Flügelflitzer Erik Haschke erzielte beim 21:20 die erste Führung der Partie.
Was danach folgte, war eine beeindruckende Dresdner Drangphase. Mit viel Leidenschaft und Kampfgeist wurde die Führung bis auf 29:23 in der 49. Minute ausgebaut.
Leipzig reagierte umgehend mit einer Auszeit und stellte auf eine offene Manndeckung um. Dadurch gerieten die Dresdner zunehmend unter Druck und wurden etwas nervöser. Tor um Tor schmolz der Vorsprung dahin.
Durch einige umstrittene Entscheidungen der Unparteiischen entwickelte sich die ohnehin aufgeheizte Atmosphäre in der Sporthalle endgültig zur „Gamighölle“. Die Spannung war kaum noch zu überbieten. Leipzig nutzte die Dresdner Unsicherheit und war beim 31:31 in der 57. Minute wieder zurück im Spiel.
Doch die Gastgeber bewahrten in der Schlussphase die Nerven. Gestützt auf wichtige Paraden von Michael Lellwitz und die Übersicht von Tobias Salm gelang es der Mannschaft, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.
33:32 – Heimsieg!
Ein echter Handball-Krimi und ein Sieg, der vor allem durch Leidenschaft, Kampfgeist und den unbedingten Willen zum Erfolg möglich wurde.
Fazit
Die Mannschaft zeigt, dass sie in ihrer Breite intakt ist und mit Wille, Leidenschaft und mannschaftlicher Geschlossenheit jeden Gegner in dieser Liga schlagen kann. Lediglich der HC Glauchau/Meerane ist derzeit noch ohne Verlustpunkt.
Nun steht aufgrund der Herbstferien in Sachsen eine kleine Spielpause an. Das Trainergespann Matschos/Hartmann wird die Zeit nutzen, um weiter an der Flexibilität im Angriff zu arbeiten und die Mannschaft auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.
Das nächste Heimspiel steht am 24.10.2026 um 17:00 Uhr an – und es geht direkt um den Einzug in die nächste Runde des HVS-Landespokals.
Der Gegner hat es in sich: Mit dem BSV Limbach-Oberfrohna kommt der amtierende Sachsenmeister nach Dresden. Die Gäste sind sicherlich mit anderen Erwartungen in die Saison gestartet, als es der bisherige Saisonverlauf vermuten lässt.
Also: Kommt vorbei, unterstützt unsere Mannschaft und macht die Halle wieder zur Gamighölle!
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