Am Samstag war es endlich so weit: Die 1. Männermannschaft startete unter dem neuen Trainergespann Matschos/Hartmann im beschaulichen Erzgebirge in die Oberliga-Saison 2026/2027.
Nach der langen und intensiven Vorbereitung waren die Jungs um Kapitän Alexander Dreßler hochmotiviert, erfolgreich in die neue Saison zu starten und möglichst schnell die ersten wichtigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Dieser konnte in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag endgültig gesichert werden.
Zu Beginn der Partie war beiden Mannschaften die Nervosität deutlich anzumerken. Beide Teams wussten noch nicht genau, wo sie nach der Vorbereitung stehen, und so tat man sich zunächst schwer, im Angriff zu klaren Abschlüssen und Toren zu kommen. Nach 22 Minuten waren gerade einmal zwölf Treffer gefallen – 7:5 für Zwönitz.
Die Abwehr um den Mittelblock Küttner/Salm stand dabei sehr solide. Und wenn doch einmal ein Ball den Weg durch die Abwehr fand, war Torhüter Oli Ufer sicher zur Stelle. Das größte Manko in dieser Phase war allerdings das Tempospiel nach vorne, mit dem nur wenige Akzente gesetzt werden konnten. Hinzu kam eine katastrophale Chancenverwertung: Bereits zur Halbzeit standen 14 Fehlwürfe auf dem Statistikbogen.
Zwönitz nutzte die Schwächen der Dresdner konsequent und setzte sich über 10:6 in der 27. Minute bis zur Halbzeit auf 12:7 ab.
In der Halbzeitpause appellierten die Trainer an die Mannschaft, mit mehr Tempo und Willen in Richtung gegnerisches Tor zu agieren und bei den Abschlüssen konzentrierter zu Werke zu gehen. Trotz der geringen Toranzahl hatte sich die Mannschaft genügend Chancen erarbeitet. Nun galt es, sich Stück für Stück an die Zwönitzer heranzubeißen und vielleicht doch noch beide Punkte mit nach Dresden zu nehmen.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit ging ein Ruck durch die Mannschaft. Der Rückstand wurde Tor um Tor verkürzt. In der 49. Minute war man beim Stand von 20:18 wieder in Schlagdistanz und läutete damit eine spannende Schlussphase ein.
Angetrieben von Kapitän Alexander Dreßler gelang in der 58. Minute schließlich der Ausgleich zum 23:23. Ein Punktgewinn schien nun zum Greifen nah. Doch der Zwönitzer HSV legte durch Miroslav Jahn erneut zum 24:23 vor.
Zwölf Sekunden vor dem Ende legte Trainer Alexander Matschos die Grüne Karte und nutzte die Auszeit, um den letzten Angriff seiner Mannschaft zu besprechen. Leider fand der anschließende Wurf nur den Pfosten.
So blieb am Ende die bittere Erkenntnis: Aufgrund der starken zweiten Halbzeit wäre zumindest ein Punkt für die Dresdner durchaus verdient gewesen.
Sicherlich hatte man sich den Saisonstart anders vorgestellt. Dennoch waren viele gute Ansätze zu erkennen. Vor allem die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit macht Mut für die kommenden Aufgaben.
An den erkannten Problemstellen können die Trainer nun weiterarbeiten. Viel Zeit bleibt allerdings nicht: Bereits zum Heimspielauftakt am 12. September 2026 wartet mit dem LHV Hoyerswerda, einem Aspiranten auf die Top 3, ein echter Prüfstein.
Die Männer werden dort sicherlich ein anderes Gesicht zeigen und alles daransetzen, die ersten Punkte der neuen Saison vor heimischem Publikum einzufahren.
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