Schon aus dem Hinspiel wussten wir über den immer noch verlustpunktfreien Gegner: Er ist im Rückraum körperlich und athletisch überlegen, aber mit einer starken Mannschaftsleistung ist etwas möglich. Damals hatten unsere Jungs nach starker Aufholjagd knapp verloren. In eigener Halle wollten sie diesmal keinen so großen Rückstand zulassen, der eine Aufholjagd nötig macht – und waren von Anfang an hellwach. Bis zum 9:9 wogte das Spiel hin und her. Die Leipziger hatten offensiv wie defensiv deutliche Vorteile im Rückraum, unsere Jungs verpassten es in dieser Phase noch, oft genug defensiv zu doppeln. Im Angriff fehlte dem HSV im Zentrum die Durchschlagskraft, aber es kristallisierte sich ein Erfolgsrezept für dieses Spiel heraus: Schnelles sicheres Passspiel, den Gegner in der Mitte zusammenziehen, Pass auf den Links- oder Rechtsaußen, Tor. Das klingt einfacher, als es war. Aber die Erfolgsquote war erstaunlich hoch: Franz und Theo brachten die gegnerischen Torhüter sichtbar zum Verzweifeln, sieben unserer elf Tore der ersten Halbzeit machten die beiden von außen. Gegen Ende von Halbzeit eins nutzten die Gäste ihre körperlichen Vorteile aber dann doch recht häufig und zogen auf vier Tore Vorsprung davon.
Also wurde doch wieder eine kleine Aufholjagd nötig. Und die begann diesmal sofort nach der Pause. Die HSV-Verteidigung war nun voll auf der Höhe, Luc im Tor hielt sowieso im ganzen Spiel überragend, und vorn trafen nicht nur die Außen fleißig weiter, sondern auch aus dem Rückraum gab es durch schnelle Aktionen schöne Torerfolge. Schon nach knapp acht Minuten war der Rückstand wettgemacht, eine Minute später gingen unsere Jungs sogar in Führung. Die Halle bebte.
In dieser Phase zeigte sich aber wieder, was schon im Hinspiel zu beobachten war: Wenn es knapp wird, bleiben die Leipziger Gegner leider ziemlich cool. Wieder wogte das Spiel hin und her. Unsere Jungs agierten weiter auf Top-Niveau, aber auch die Gäste schalteten einen Gang höher. Bis zum 26:26 gab es einen extrem spannenden Schlagabtausch. Reichlich drei Minuten vor Schluss gingen unsere Jungs wieder in Führung und schnupperten am Sieg. Leider sollte es beim Schnuppern bleiben, denn dem HSV gelang von da an kein Tor mehr, die Gäste trafen dagegen zweimal. Nach der letzten HSV-Auszeit waren noch 35 Sekunden zu spielen, aber der mutmaßlich letzte eigene Angriff wurde nicht geduldig genug ausgespielt. Im Gegenzug trafen die Gäste erneut, das war es dann leider.
Bei den Jungs in Grün herrschte anschließend natürlich Enttäuschung. Bei Zuschauern und Trainern überwog aber Freude über ein Spiel, dass bei körperlicher Unterlegenheit durch riesigen Teamgeist immer auf Messers Schneide stand. Außer dem Endstand auf der Anzeigetafel war das ein tolles Erlebnis und ein würdiger Jahresabschluss.
C1-Jugend: Luc (im Tor), Theodor R. (9/1), Franz (8), Anton (3), Luk (3), Adrian (2), Emil (1), Leander (1), Simon, Peer, August, Felix, Moritz, Theodor L.
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