Sachsenliga

22 Jun
2019

E-Jugend gewinnt internationales Turnier in Görlitz

Im Finale Sachsenmeister Aue besiegt

 

Grandioser Abschied der „Zwei-Achter“

Das Turnier in Görlitz war das letzte Mal, dass die Jungs des Jahrgangs 2008, liebevoll auch knapp die „Zwei-Achter“ genannt, als E-Jugendliche aktiv waren. Das letzte Mal über die gesamte Spielzeit Manndeckung. Das letzte Mal Penalty statt Siebenmeter. Und das letzte Mal, dass ich die Jungs betreut habe. Wenn man bedenkt, dass ich die meisten der Jungs über vier Jahre in der F- und E-Jugend bei ihren ersten handballerischen Schritten begleiten und anleiten durfte – dann war das ein angemessenes Abschieds-Turnier. Und es wurde bestmöglich gekrönt – mit Siegen gegen Leipzig und Aue.

 

 

Bereits in der Vorrunde zeichnete sich ab, dass an diesem Tag etwas Großes gelingen konnte. Die klaren Siege gegen Chemnitz-Rottluff und Görlitz waren hochverdient. Dagegen war der Sieg gegen die DHfK Leipzig (Jahrgang 2009) so nicht unbedingt zu erwarten. Denn die ein Jahr jüngeren Leipziger hielten ordentlich dagegen und zeigten bereits die große Qualität, die in ihnen schlummert. Aber die HSVer konnten ihre mannschaftliche Geschlossenheit und körperliche Überlegenheit nutzen und die Vorrunde verlustpunktfrei abschließen.

Das Halbfinalspiel gegen Bischofswerda war kein wirklicher Prüfstein, zu deutlich die Dresdner Überlegenheit. Aber, und das wusste natürlich jeder kleine HSV-Spieler, im Finale wartete der große Konkurrent, der Sachsenmeister, die beste Mannschaft der Saison, der man bei der Bestenermittlung vor einigen Wochen in Radeberg noch deutlich unterlegen war. Die Westsachsen waren mit ihrem stärksten Team angereist. Es wurde ein würdiges Finale.

Schnell lag der Meister mit 4:1 vorn und alles schien seinen gewohnten Gang zu gehen. Dann aber entdeckte der HSV Dresden sein großes Kämpferherz und die linke Angriffsseite. In der Abwehr wurde um jeden Ball verbissen gekämpft und klug verdichtet. Dahinter ein sehr guter Lukas im Tor, der später zum besten Keeper des Turniers gewählt wurde. Und vorn liefen immer wieder Ben und Viljam von der linken Seite ein und wurden mit tollen Pässen von Paul und Simon gefüttert – die sie mit traumhafter Sicherheit in Tore ummünzten. Beim 8:6 für den HSV nach gut 10 Minuten rieben sich einige die Augen. Beim 12:9 vier Minuten vor dem Ende wurden selbst meine Knie langsam zittrig, beim 12:12 kurz danach waren nicht nur die Spieler schweißgebadet – und als Felix Adam mit dem Schlusspfiff den Deckel drauf machte, gab es nur noch ein Dresdner Jubelknäuel !!! Was für ein Finale !!!

Jens Albrecht

HSV Dresden: Lukas; Paul (14/2), Viljam (23/1), Simon (9), Ben (22/2), Felix Adam (7), Felix Böhme (3), Jonas (15), Basti (4)

HSV Dresden – Chemnitz-Rottluff 24:2

HSV Dresden – DHfK Leipzig 16:11

HSV Dresden – Koweg Görlitz 16:8

HSV Dresden – VfB Bischofswerda 26:10

HSV Dresden – SG Nickelhütte Aue 14:12

 

 

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