Spielbericht

10.11.2018 17:00 Uhr | HC Glauchau / Meerane - HSV Dresden | Sachsenlandhalle Glauchau | 27:21

 

HC Glauchau/Meerane - HSV Dresden 27:21 (15:11)

Dem Favoriten lange Paroli geboten

 

Gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer wurde es das erwartet schwere Spiel. Bei der heutzutage nicht alltäglichen Kulisse von 270 Zuschauern in der Glauchauer Sachsenlandhalle siegte erneut Erfahrung gegen Jugend. Dennoch war Trainer André Salm mit dem Auftreten seiner Jungs sichtlich zufrieden. Jeder im Team hat sich heute hereingehangen und versucht, die körperliche Überlegenheit und mangelnde Praxis auf diesem Niveau durch Spielfreude und Engagement auszugleichen. Das gelang über weite Strecken des Spiels sehr gut.

 

Bei den Anschlusstreffern zum 18:19 (44.Minute) bzw. 20:21 (49.Minute) lag sogar die Sensation in der Luft. Am Ende musste man jedoch dem hohen Einsatz Tribut zollen und abreißen lassen. Trotzdem lässt sich auf dieser Leistung für die nächsten, vermutlich nicht weniger intensiven Partien aufbauen.

 

Die Startformation des HSV Dresden mit dem Durchschnittsalter von 20,0 Jahren (beim HC jenseits der 30) begann hellwach und ging zunächst in Führung (2:1 3.Minute, 3:2 6.Minute). Leider verletzte sich Abwehrchef und Kreisläufer Tilman unglücklich und konnte nicht mehr weiterspielen. Das machte die ursprüngliche Taktik zunichte, die weitestgehend Schonung für den angeschlagenen Torgaranten Alex beinhaltete. Die kurze Unsicherheit aufgrund der notwendigen Umstellungen nutzten die Gastgeber aus und zogen vorbei (3:5 9.Minute). Mit wuchtigen Einzelaktionen sowie hier und da unlauteren Handlungen, gewürzt mit einem gewissen Schauspieltalent (oder war das Cleverness?), hielt man die Dresdner auf Abstand (5:8 15.Minute, 9:12 25.Minute, 11:16 30.Minute, 12:18 36.Minute).

 

Lediglich die gut ausgespielten Überzahlsituationen beeindruckten. Die Landeshauptstädter versuchten geduldig, die Lücken im Abwehrverbund der Gastgeber zu finden. Das gelang Mitte der zweiten Halbzeit insbesondere über die Außen am besten und Schritt für Schritt konnte man bis auf die erwähnten Anschlusstreffer verkürzen. Leider ging dem HSV in den letzten 10 Minuten etwas die Puste aus und selbst zwei weitere 7-Meter wollten nicht gelingen (24:20 55.Minute 27:21 60.Minute). Das Endergebnis widerspiegelte dann nicht mehr ganz die Spielanteile und fiel wohl 2-3 Tore zu hoch aus.

 

Lutz Vollmer

 

HSV Dresden: Michael Lellwitz, Paul Junghans; Timon Ströbel (6), Tilman Günther (4), Erik Haschke, Alexander Dreßler, Moritz Küttner (1), Tobias Salm (2), Eric Fritzsche, Andreas Reichel (4), Felix Manns (2), Marvin Vollmer (2), Tilman Ziesler