Spielbericht

01.09.2018 19:00 Uhr | HSV Dresden - EHV Aue II | SH 121. GS - Gamigstra├če | 20:27

HSV Dresden – EHV Aue II 20:27 (11:12)

Trotz Niederlage nicht enttäuscht

 

Wenn der geneigte Dresdner HSV-Fan am Ende das nackte Ergebnis liest, könnte er enttäuscht sein – sollte er aber nicht. Denn unsere blutjunge Mannschaft hat, zumindest bis zur 52. Minute, ein herausragendes Spiel gezeigt. Dann allerdings war das Pulver verschossen – und das Resultat wurde noch deutlich …

 

Sehr nervös begannen die Dresdner Jungs das erste Sachsenliga-Match nach drei Verbandsliga-Jahren gegen den Favoriten aus Aue. Immerhin war das Juniorteam aus dem Erzgebirge in der vergangenen Saison auf Rang 3 eingekommen in den Sachsenliga und strebt in diesem Jahr den Aufstieg an. Für die Prohliser Jungs geht es nur um den Klassenerhalt. Die Vorzeichen waren klar – und der Beginn passte dazu. Schwache Torabschlüsse der Hausherren führten zu einer deutlichen Führung der Auer (1:6, 15. Minute). Da musste man Arges befürchten.

 

Dann aber hatten sich die Dresdner gefunden und mit einigen Ballgewinnen und schnellen Toren waren die Jungs wieder dran. (5:6, 17. Minute) Was folgte, war eine gute halbe Stunde halbzeitübergreifend ein spannender Schlagabtausch auf Augenhöhe. Die Abwehr stand recht gut und vorn wurde regelmäßig getroffen. Aue war immer ein oder zwei Tore vorn – Dresden konnte aber immer wieder ausgleichen. Beim 15:14 in der 39. Minute gelang sogar die vielumjubelte Führung. Gar nicht auszudenken, wenn man auch noch die zwei vergebenen Siebenmeter und andere sehr gute Torchancen genutzt hätte. Bis zum 19:20 in der 52. Minute hatten die Gastgeber noch alles in der Hand – dann zog Aue davon, und konnte nicht mehr eingefangen werden. Dass es am Ende noch so deutlich wurde – geschenkt.

 

Als Fazit bleibt eine insgesamt sehr gute Auftaktleistung des HSV Dresden gegen einen der Staffelfavoriten. Dass es nicht zum Punktgewinn gereicht hat, ist ärgerlich – aber nicht überraschend. Die Mannschaft hat sich voll reingehauen und über lange Zeit einen begeisternden, behenden und technisch guten Handball gespielt. Und die drei Jungs des 99er Jahrgangs, die gerade erst in den Männerbereich gewechselt sind, Tilman Günther, Moritz Küttner und Paul Jungshans, haben sich hervorragend präsentiert.

 

Jens Albrecht

 

HSV Dresden: Michael Lellwitz (1), Paul Junghans; Timon Ströbel (2/1), Alexander Dreßler (5), Franz Rudolf (2), Eric Fritzsche, Andreas Reichel (1), Tilman Günther (2/1), Erik Haschke (2), Moritz Küttner (2), Tilman Ziesler (1), Felix Manns (1), Marvin Vollmer (1)