Spielbericht

17.11.2018 10:30 Uhr | HSV Dresden II - Radebeuler HV | Sporthalle Gymnasium Dresden-B├╝hlau | 10:15

 

HSV Dresden II – Radebeuler HV 10:15 (4:8)

 

Ein Wechselbad der Gefühle

 

Unmittelbar im Anschluss an das Spiel gegen den TSV Bühlau traten wir gegen den Radebeuler HV an. Erneut ein für uns noch unbekannter Gegner in dieser Spielzeit, zudem noch ungeschlagen und auf Tabellenplatz 2 stehend. Mit bereits einem absolvierten Spiel und etwas Unsicherheit in den Köpfen einiger unserer Spieler wurde die Aufgabe nicht einfacher.

 

Für das zweite Spiel hatten wir uns einiges vorgenommen. Wir wollten an den gelungenen Aktionen aus dem ersten Spiel anknüpfen, von Beginn an in der Abwehr um jeden Ball kämpfen und im Angriff mutig und mit Tempo in die Lücken gehen. Unser Schlachtruf verhallte, der Anpfiff ertönte und 10 Minuten später stand ein ernüchterndes 1:7 auf der Anzeige. Es ist wie verhext und es ist erst recht ärgerlich, wenn man beste Chancen nicht in Tore verwandelt.

 

Dass wir es besser können, zeigten wir ab der 10. Spielminute. Mit einem sehenswerten Sprungwurf aus dem Rückraum, nagelte Jonas den Ball in den rechten Winkel. Eine Aktion, die für Erstaunen sorgte und den persönlichen Frust aus dem bisherigen Auftreten mit abfeuerte. Plötzlich bildete sich aus einem Häufchen hängender Köpfe eine sich auf die Schulter klopfende und Mut zusprechende Mannschaft. Bis zur Halbzeit ließen wir nur noch ein Tor zu und konnten den Rückstand noch auf 4:8 verkürzen.

 

In den ersten Minuten des zweiten Spielabschnitts waren wir Radebeul ebenbürtig. Leider verwarfen wir erneut zwei 7-Meter und verpassten es so, an unserem Gegner dranzubleiben. Beim Stand von 6:12 in der 20. Minute war die Vorentscheidung eigentlich schon gefallen. Doch wir kämpften uns zurück. Mit einem beeindruckenden 4:0-Lauf verkürzten wir auf 10:12. Gustav und Marcus haben im Zusammenspiel auf der rechten Spielseite richtig gute Aktionen gezeigt und je zweimal blitzsauber eingenetzt. Radebeul musste die Auszeit nehmen und 5 Minuten vor Schluss war das Spiel wieder offen. Leider gelang es uns nicht, die spielerische Linie über die Auszeit zu retten. Wie schon die ersten gehörten auch die letzten Spielminuten den Radebeulern. Bei uns schien es so, als hätten wir unser Pulver verschossen. Mit 15:10 ging der Sieg letztlich nicht unverdient an Radebeul.

 

Fazit: Im Vergleich zum ersten Spiel haben wir spielerisch besser agiert. Insgesamt müssen wir aber konstanter auftreten und uns von Spielbeginn an reinhauen. Auch unsere Chancenverwertung ist nach wie vor ausbaufähig, genauso wie unser Zusammenspiel mit unseren Außenspielern. In Phasen, wo wir mit Köpfchen und der nötigen Konsequenz spielen, sind wir für jeden Gegner gefährlich. Wer in weniger als 15 Spielminuten aus einem 1:7 Rückstand auf ein 10:12 verkürzen kann, der zeigt Kämpferqualitäten. Das wollen wir mit Anpfiff in den nächsten Spielen sehen und nicht erst, nachdem wir hinten liegen oder schon 10 Minuten gespielt sind.

 

Erik Schaarschmidt

 

HSV Dresden: Gustaf (Tor), Maurice, Edgar (1), János, Samuel (2), Gustav (3), Marcus (2), Florian (1), Jonas (1)