Spielbericht

15.12.2018 11:00 Uhr | HSV Dresden II - TSV B├╝hlau | Elbsporthalle Radebeul West | 11:18

 

HSV Dresden II – TSV Bühlau 18:11 (8:4)

 

Mit erhobenem Haupt…

 

… konnten wir nach der Leistung im zweiten Spiel gegen den TSV Bühlau von der Platte gehen. Anders als im Spiel gegen Radebeul waren wir von Anfang an präsent und konnten die Partie bis zum 4:4 offen gestalten. Vor allem Lucas war es, der in dieser Phase von guten Anspielen seiner Nebenleute profitierte und mehrfach schöne Tore erzielen konnte. Nach einer Auszeit des TSV verloren wir jedoch zu schnell den Faden und konnten in den letzten 5 Minuten der 1. Halbzeit keinen Torerfolg mehr für uns verbuchen. Bühlau ließ sich nicht lange bitten und erhöhte auf 8:4.

Im zweiten Spielabschnitt ging es so weiter, wie die erste Hälfte endete. Unseren Spielern war die Verunsicherung förmlich anzusehen. Viel zu verkrampft und ohne Laufbewegungen konnten wir auf unserer linken Angriffsseite kaum Akzente setzen. Erneut waren die bekannten Probleme erkennbar und führten zu erfolglosen Angriffen. Bis zur 20. Minute begruben die Bühlauer mit einem 5:0 Lauf unsere Hoffnungen auf ein knapperes Ergebnis (13:4).

Woher Mitte der zweiten Hälfte auf einmal die eingangs erwähnte Lockerheit herrührte, können wir nicht sagen. Vielleicht haben sich die Jungs das einfach für die letzten 10 Minuten des Spiels aufgehoben. Plötzlich waren wir in Bewegung, die Anspiele kamen sicher und auch die 1-gegen-1 Situationen wurden mit Zug zum Tor erfolgreich verwandelt. So konnten wir bis zum Ende noch auf ein 18:11 verkürzen und haben mit Kampf und Mut und der gewissen Lockerheit die bereits kurz nach der Halbzeit feststehende Niederlage mit Anstand zu Ende gespielt.

 

Fazit: Selten zuvor waren die Endergebnisse zweier Spiele so zweitrangig wie an diesem Tag. Und selten zuvor war die Stimmung nach zwei Niederlagen so positiv. Ein dickes Sonderlob hat sich unser Marcus verdient. Er vertrat Gustaf als Torhüter bärenstark und warf sich mit allem was er hatte in die Bälle der Gegner. Wer brennende Hände, blaue Flecken und einen Gesichtstreffer wie Trophäen vom Spielfeld trägt, der hat sich den Respekt der Mannschaft und Trainer sowie den Beifall der Eltern verdient. Das war spitze Marcus! Auch positiv war der Auftritt von Lucas, der seine Würfe nicht nur technisch gut sondern auch mehrfach erfolgreich abschließen konnte. Nach langer Verletzungspause konnte auch Mylo wieder angreifen. Auch wenn noch nicht alles klappte, tat seine Dynamik unserem Spiel gut. Schön war vor allem, dass sich alle Feldspieler spielübergreifend als Torschützen eintragen konnten und somit jeder sein persönliches Erfolgserlebnis aus dem letzten Spieltag des Jahres mitnehmen konnte – auch wenn mancher Spieler zu seinem Erfolgserlebnis gezwungen werden musste. Wie sensibel unsere jungen Handballer auf persönlichen Erfolg und Misserfolg reagieren, kann bereits innerhalb eines Spiels abgelesen werden. Der Erfolgreiche kann gar nicht genug vom Spiel bekommen, während der weniger Glückliche hofft, es möge schnell vorbeigehen. Sich aus einem Loch rauszuarbeiten und mit Fehlern umzugehen, ist für unsere Jungs in erster Linie ein persönlicher - aber auch mannschaftlicher Lernprozess. Der Umgang mit schwankenden Leistungen und das Verständnis dafür ist aber ebenso ein Lernprozess für die Trainer und Eltern – besonders für diejenigen, die beides von sich behaupten können. Gemeinsam werden wir weiter an uns arbeiten und hoffen im neuen Jahr auf siegreiche Spiele sowie viele persönliche und mannschaftliche Erfolge, egal wie klein oder groß sie auch sein werden.

 

Erik Schaarschmidt

 

HSV Dresden II: Marcus (Tor), Maurice (1), Edgar, Samuel, Gustav (1), Florian (1), Jonas (2), Lucas (4), Mylo (1), Marcel (1)