Spielbericht

01.12.2018 16:00 Uhr | HSV Dresden - SV Koweg Görlitz | SH 121. GS - Gamigstraße | 58:36

 

HSV Dresden – Koweg Görlitz 58:36  (27:22)

Torregen in der Gamighalle

 

Wer sich am Samstag 16.00 Uhr in die Gamighalle verirrte, kam dann auf seine Kosten, wenn er torreiche Handballspiele mag. Insgesamt 94 Torerfolge erzielten beide Mannschaften in 50 Minuten Spielzeit und damit zappelte im Schnitt aller 32 Sekunden der Ball im Netz.

 

Vor dem Spiel hatten die Heimtrainer ein ungutes Bauchgefühl, denn auf gleich fünf Akteure der D1-Jugend musste verzichtet werden. Außerdem sind die Blicke auf die Tabelle immer sehr trügerisch, denn Görlitz liegt im unteren Tabellendrittel und dann ist die Gefahr bekanntlich hoch, dass der Gegner unterschätzt wird. Deswegen wurde den Spielern nochmal klar gemacht, dass der Stolperstein Görlitz viel größer ist, als er zunächst scheint.

 

Im Spiel selbst zeigten wir ein großes Leistungsgefälle. Zum Einen war da ein Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft, weil es einige Spieler sehr gut schafften, an ihre persönliche Bestleistung heranzukommen für zwei Halbzeiten (Till, Til, Peer, Eric) oder eine Halbzeit (Leon), aber andere Spieler weit von dem entfernt blieben, was sie im Idealfall leisten können. Dann war da noch ein Leistungsgefälle in der Abwehr. Während wir auf Höhe der Mittellinie verteidigend bereits sehr gut sind, Bälle abzufangen, herauszuprellen und Gegner unter Druck zu setzen, werden wir, umso näher der Gegner zu unserem Tor kommt, immer schlechter im eigenen Abwehrbemühen. Da werden wir die nächsten Spiele Wert drauf legen, dass frühzeitig Gegnerkontakt aufgenommen wird, denn eine wirklich starke Mannschaft sollte offensiv und defensiv gut verteidigen können.

 

Zur Halbzeit war das Spiel noch lange nicht entschieden. Görlitz war in Reichweite und das bereitete uns Sorgen. Danach gelang es uns, Stück für Stück den Vorsprung auszubauen bis zum 58:36-Endstand. So viele Tore haben wir geworfen, weil es uns sehr oft gelang, Bälle in der Abwehr zu gewinnen und wir vorne schnell den Abschluss gesucht haben. So viele Gegentore haben wir bekommen, weil in unserer offensiven Abwehr noch oft der Wurm drin war und sich die Gäste ebenfalls ein ums andere Mal freie Wurfchancen erspielten.

 

Erfreulich ist, dass unsere Jungs der D2-Jugend Jonas und Gustaf  ihr erstes Spiel bei uns absolvierten und dass Samuel ganz spontan vier Stunden vor dem Spiel zusagte, bei uns auszuhelfen, sowie dass alle Feldspieler sich mindestens einmal in die Torschützenliste eintragen konnten.

 

Bereits nächste Woche spielen wir gegen den nächsten großen Stolperschein. Bei der SC DHfK Leipzig 2 hatten wir bereits letzte Saison im Rückspiel auswärts verloren, obwohl wir das Hinspiel noch klar gewonnen hatten. Dazu kommt, dass die zweite Leipziger Mannschaft dafür bekannt ist, in der laufenden Saison immer den größten sportlichen Entwicklungssprung aller D-Jugend-Sachsenligisten zu machen. Das wird für uns ein ganz schweres Spiel.

 

Paul Wanitschka

 

HSV Dresden: G. Kaubitzsch (TW), T. Punte, V. Nickel, T. Girschik, P. Krebs, F. Punte, S. Kromer, E. Schmelzer, J. Schaarschmidt, J. Neudert, L. Tittel