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Spielbericht

03.11.2018 19:00 Uhr | HSV Dresden - Zwönitzer HSV | SH 121. GS - Gamigstraße | 26:27

 

Ein ganz bitterer Abend

Wenn Schiedsrichter Spiele entscheiden

 

Eigentlich sollte dies ein Bericht über ein packendes, bis zum Ende spannendes, ja hochdramatisches Sachsenliga-Spiel sein. Ein Kräftemessen auf gutem Niveau, hart und mit viel Einsatz von beiden Mannschaften – aber nicht unfair oder unsportlich, beste Samstag-Abend-Unterhaltung, eine Werbung für den sächsischen Amateur-Handball. Es gab sehr gute Angriffsleistungen, glänzende Torhüter-Paraden, schnelle Umschalt-Situationen, clever inszenierte Spielzüge – auf beiden Seiten.

 

Doch die Diskussionen nach dem Abpfiff unter Spielern und Zuschauern beider Mannschaften drehten sich fast ausschließlich um die offensichtlichen – ja spielentscheidenden - Fehlleistungen der beiden jungen Schiedsrichter.

 

Dass es fast immer unterschiedliche Auffassungen zu der einen oder anderen Entscheidung gibt, liegt in der Natur der Sache. Über Schiedsrichterentscheidungen lässt sich trefflich streiten – das ist ja nicht nur beim Handball so. Damit müssen die Unparteiischen leben. Und das können die allermeisten auch.

 

Diesmal aber gab es jeweils zum Ende der beiden Halbzeiten nahezu deckungsgleiche Situationen – die komplett unterschiedlich bewertet wurden. Zu unserem Leidwesen beide zum Nachteil der Gastgeber.

 

Kurz nach der Halbzeitsirene flog der Ball ins Dresdner Tor – aber der Treffer wurde gegeben. Zum 13:14. Schon das war eine krasse Fehlentscheidung. Okay, das passiert.

 

Als es aber wenige Sekunden vor Ende des Spiels auf der anderen Seite genau die gleiche Situation gab, wurde der Treffer nicht gegeben. Mal abgesehen davon, dass unmittelbar zuvor bei Torwurf der Dresdner Spieler mit vollem Tempo umgerannt wurde – eine rote Karte und Siebenmeter wäre die zwingende Entscheidung gewesen. So gewann Zwönitz mit einem Tor und die Gastgeber fühlten sich natürlich zumindest um einen hart erkämpften Punkt betrogen.

 

Wahre Größe und sportliche Fairness zeigte nach Abpfiff der Zwönitzer Trainer, der sich bei seinem Dresdner Kollegen schulterzuckend entschuldigte. Die Schiedsrichter hielten das nicht für nötig.

 

Jens Albrecht

 

HSV Dresden: Michael Lellwitz, Paul Junghans; Timon Ströbel (4), Alexander Dreßler (8), Eric Fritzsche, Andreas Reichel, Tilman Günther (3/1), Erik Haschke (1), Moritz Küttner (1), Tilman Ziesler (1), Marvin Vollmer (1), Tobias Salm (2), Markus Salm (5), Andreas Miersch

 

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